Adventskalender 15

Wir treffen einen Kindergartenkollegen und dessen Papa auf dem Spielplatz. Ein Glück, u diese Jahreszeit sind meistens eher keine Kinder da, und F. hält nichts von Spielplätzen ohne Kinder. Die beiden graben Löcher im Sandkasten, wir Erwachsenen beschäftigen uns damit, sicherzustellen, dass A. seine Schaufel behalten darf und niemand Sand schmeißt. Irgendwann bringen die beiden großen mit ihren Schaufeln Holzspäne, die unter den Klettergerüsten den Boden abfedern sollen, und schütten sie in ihre Sandlöcher. B.s Papa protestiert, sie sollen den Sand sauber lassen. Ich mische mich nicht ein. „Findest du das spießig, dass ich den Kindern das verbiete?“, fragt mich B.s Papa schließlich. Ich schüttele den Kopf und rede davon, dass der Sandkasten sowieso unter abgefallenem Laub begraben sei. Eigentlich ist einfach meine Eingreifschwelle noch nicht überschritten. Es ist spät am Nachmittag, und mit jeder Minute steigen meine Müdigkeit und das Tobebedürfnis der Kinder: Nach einer gewissen Uhrzeit wird nur noch in Notfällen erzogen, denn Erziehung braucht Geduld auf beiden Seiten.

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