Abwesenheitsnotitz

Diese Woche bin ich aus technischen Gründen nicht ausreichend zum Schreiben gekommen. Stattdessen folgt hier die Übersetzung des Blogbeitrags vom 5.11. auf Rosapercaso, auf dem Roberta Marasco wieder lustige und treffende Beobachtungen über die Vereinbarkeit von Feminismus und Familie angestellt hat.

Feminismuslektionen im Taschenformat:

#1 Nein, wenn du mit deinen Freundinnen abends weggehst bist du NICHT verpflichtet, vorher das Abendessen zu machen. Es sind bisher keine Fälle von verhungerten Ehemännern und Kindern aufgrund von mütterlichem Ausgehen aktenkundig geworden.

#2 Von den zehn Gründen, wegen denen du dich am Ende des Tages schuldig fühlst, sind mindestens acht nicht deine Schuld.

#3 Sagt nie dass euer Mann euch im Haushalt hilft, es sei denn er wohnt woanders und kommt ab und zu vorbei, um den Fußboden zu wischen.

#4 Wenn jemand sagt dass du schön bist, heißt das einfach nur, dass du (in seinen Augen) schön bist. Nicht, dass du als Person jetzt was Wert bist, und sicher nicht dass du jetzt mehr Wert bist, und schon gar nicht dass du irgendeinen geheimen Test für den Zugang in die Welt der Weiblichkeit bestanden hast.

#5 Deine Position verteidigen (vor allem einem Mann gegenüber) macht dich nicht zu einer hysterischen unvernünftigen Meckerziege die wahrscheinlich grade ihre Tage hat. Nur zu einer Frau die überzeugt ist von dem was sie denkt.

#6 Ihr könnt euch für eure Familie aufopfern so viel ihr wollt, so lange ihr euch daran erinnert dass ihr das für euch selbst tut, nicht für sie, und dass der Tag kommen wird, an dem sie euch vorwerfen werden, dass ihr aus eurem Leben nichts gemacht habt.

#7 Die Heiligsprechung der Männer die sich um Haus und Familie kümmern ist von der Kirche noch nicht anerkannt, also tun wir dem weiblichen Geschlecht einen Gefallen und hören wir auf, jeden erstbesten der das tut mir Komplimenten zu überhäufen, als hätte er gerade den Babybrei in pures Gold verwandelt.

#8 Jedes Mal wenn ihr sagt dass ihr für eure Projekte keine Zeit habt, erinnert euch dass ihr für den Kinderarzt, den Klempner, den Tierarzt und generell für die Notwendigkeiten und Bedürfnisse der anderen immer Zeit findet. Es ist nicht die Zeit die uns fehlt, sondern die Überzeugung dass unsere Projekte notwendig sind.

#9 Wenn er dir einmal eine Ohrfeige gibt, wird er dir beim nächsten Mal zwei geben. Das Einzige was sich zukünftig ändern wird ist, dass anstatt dass er sich entschuldigt du dich entschuldigen wirst. Eine Ohrfeige ist genug. Mehr als genug. Bei körperlicher Gewalt gibt es keine zweite Chance.

#Seid verrückt. Bei Frauen nennen sie es Verrücktheit, aber in Wirklichkeit ist es unsere Schaffenskraft, das Einzige das uns und nur uns betrifft. Seid verrückt in dem Bewusstsein dass dies keine Verrücktheit ist, sondern nur Kunst, und Kraft.

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