Adventskalender 9

F. war bei einem Freund zu Besuch. Beim Abholen leihen sich F. und A jeweils drei Spielzeuge aus: F. zwei Autos und ein Flugzeug mit Beinen und Gesicht, A. ein Polizeiauto und zwei identische Motorräder – F.s Freund hat auch einen Bruder.
Zu Hause gehen natürlich auch um diese gelihenen Spielzeuge die Verteilungskämpfe los. Am nächsten Morgen beim Frühstück sieht die Gemengelage so aus: Die beiden normalen Autos sind uninteressant geworden und liegen irgendwo. Das Flugzeug ist fest in F.s Besitz, das Polizeiauto in A.s. F. ist aber der Meinung, es sei „ungefair“, wenn A. zwei Motorräder hat und er keins. A. ist so nett und gibt F. ein Motorrad ab – man könnte meinen, hier habe sich eine für den Moment zufriedenstellende Lage ergeben. Aber F. hat noch mehr Register zur Verfügung, um seinen kleinen Bruder ständig seine Macht zu beweisen. Er erklärt, sein Motorrad sei schneller. A. will auch ein schnelleres Motorrad, und glaubt mir nicht, als ich sage, dass sein Motorrad genauso schnell sei. Irgendwann ergibt sich im Spiel ein Austausch der Motorrräder. F. wird wütend, denn auch er ist vollkomen davon überzeugt, dass sein ursprüngliches Motorrad das schnellere ist. Der Konflikt schaukelt sich hoch. Sie sind wie die Erwachsenen, denke ich, streiten sich über völlig fiktive Sachverhalte…

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