Fliegende Feder

Hier spiegelt sich die Wirklichkeit indirekter wider, in Geschichten und Gedichten

Little Monster Travels 5 (Ende)

Linus stellte das „reserviert“ Schild zurück hinter den Tresen. Dana hätte längst wieder auftauchen müssen – mysteriös sein war ja schön und gut, aber „Stammgast“ bedeutete schließlich, dass man einigermaßen regelmäßig kam. (mehr …)

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Alte Worte 3: Deutsch

Ich will zwar noch ein paar Sachen in der Schublade lassen, damit ich für den nächsten Angriff der Monster noch ausgerüstet bin, aber auch die deutschsprachigen Leser sollen was zu beißen kriegen. Ich bin übrigens mit dem Format, das mir dieses Programm für die Gedichte anbietet, nicht einverstanden: Zu viel leerer Raum zwischen den Zeilen. Aber das soll uns jetzt auch nicht weiter stören. (mehr …)

Wenig tun

Ich freue mich an meinem  Zoo, den lieben Tierchen, die ich nicht einsperre, sondern frei fliegen lasse. Das hat zwar den Nachteil, dass man nie weiß, wann sie wieder in beobachtete Gebiete zurückkommen, oder wann sie an den ungünstigen klimatischen Bedingungen der fremden Länder, in die es sie verschlägt, zugrunde gehen; aber es hat den Vorteil, dass man sie nicht füttern muss. Und man muss keine lästigen Käfige putzen und keine überwinden, wenn man die Tierchen genauer sehen will.

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Little Monster Travels 1

„Es gibt die Orte, die man gesehen haben muss – den Eiffelturm, die Freiheitsstatue, die verbotene Stadt. Dann gibt es Geheimtipps, die nicht jeder findet: die etwas ‚ganz Besonderes‘ oder ‚authentisch‘ sind, und nicht so überlaufen (so lange, bis sie sich herumgesprochen haben. Geheimtipps haben eine Halbwertszeit). Und dann gibt es die Reisen des Monsterchens. Das Monsterchen bringt Sie auf die Rückseite der Postkartenmotive. Es zeigt Ihnen die häßlichen Ecken Venedigs, oder die noch ungefilmten Ecken New Yorks…“

Dana blickte von ihrem Laptop auf und schaute durch das Schaufenster des Cafés über die verregnete Straße, mit einem Blick, der die Außenwelt nur wenig wahrnahm. Der Kaffeerest war längst kalt geworden, der kleine Tisch voll mit Papier, der Kopf quoll ebenfalls über. Zeit für eine Pause. (mehr …)