Spielwiese

Spaß und Quatsch für die großen und kleinen Pausen

Schreckschrauben, die vor Schreck schreiben, Folge 4

Liebe Leser,

Sie haben nach weiteren berühmten Beispielen gefragt, die unsere These „Je größer die Katastrophe, desto größer die Kunst“ gefragt. Nun, daran herrscht kein Mangel. Halten wir uns gar nicht mit Werken auf, die sich um die großen Tragödien der Weltgeschichte drehen – der Trojanische Krieg, die Sintflut etcetera – sondern schauen wir auf die persönlichen Erlebnisse großer Dichter und Denker. (mehr …)

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Schreckschrauben, die vor Schreck schreiben, Folge 3

Aber nicht doch, liebe Leser!

Die geneigte Redaktion erreichten gleich mehrere besorgte Zuschriften mit der Frage, ob denn nicht nach der in unserer letzten Ausgabe abgedruckten Entdeckung diese hochgeschätzte Serie bereits ihren allzu frühen Höhe- und Schlusspunkt erreicht habe. Ich darf Sie jedoch beruhigen: die objektive Größe der Katastrophe steht keinesfalls im direkten Verhältnis zur Größe der durch sie verursachten Literatur; steht doch glücklicherweise das Individuum des Dichters zwischen der Wirklichkeit und der Dichtung. Es gibt dafür durchaus klassische Beispiele von Weltruhm. So war es ein objektiv recht kleines Unglück, das einen unbekannten Dichter zu dem unbestreitbar längsten Gedicht der Weltliteratur anregte. In seiner Gänze kann es hier nicht wiedergegeben werden, aber seine berühmten ersten Worte kennt jedes Kind:

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Schreckschrauben, die vor Schreck schreiben, Folge 2

Liebe Leser,

so haben wir nicht gewettet!

Wir haben – sehr zu unserer Freude – eine unerwartet große Anzahl an Zuschriften bekommen. Es scheint tatsächlich ein Zusammenhang zwischen Schock und Gedicht zu bestehen, und unser Verlag plant nun eine Anthologie unter diesem Titel, die die Literaturgeschichte in ganz neuem Licht erscheinen zu lassen verspricht. Dennoch müssen wir es energisch von uns weisen, Gedichte anzunehmen, die entstanden sind, indem man zukünftigen Dichtern mit Absicht Unheil zugefügt hat! Diese Art der Geschichtsschreibung und Geldmacherei können und wollen wir nicht unterstützen! Wir bitten also mit Nachdruck darum, von Zusendungen wie dem untenstehenden Beispiel abzusehen!

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Kanonkaleidoskop

Je kürzer der Kanon, desto besser eignet er sich dafür, ihm diese Gemeinheit anzutun.

Nehmen wir das Lied „Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist ist ein König.“

Wenn man ihn mehrstimmig singt, ist es für das Ergebnis egal, ob jeder das ganze Lied singt, oder ob man die einzelnen Stücke auf verschiedene Sänger verteilt. Das einzige Problem dabei: der Kanon geht im Kopf kaputt, wird zu einem Haufen Unsinnsscherben, und man kann ihn zwar vielleicht noch normal singen, aber nie wieder normal hören.

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